Tagesgeld

Tagesgeldkonto-Vergleich

Ein Tagesgeldkonto muss nicht bei der Hausbank geführt werden. Vergleichen lohnt sich, bevor man sich für einen Anbieter entscheidet. Die Tagesgeldzinsen der besten Banken betragen bis zum Doppelten der am Markt gezahlten Durchschnittszinsen. Je höher Ihr Anlagebetrag ist, desto mehr profitieren Sie von Zinsaufschlägen und anderen Sonderkonditionen. Bevorzugen Sie Institute, die sich mit ihren Bedingungen dauerhaft unter den besten Tagesgeldanbietern behaupten.

Wer auch den letzten Prozentpunkt noch mitnehmen möchte, betreibt so genanntes Tagesgeldhopping und wechselt alle paar Monate von einem Neukundenangebot zum nächsten.

Tagesgeldkonten

So gut wie immer bieten Online-Banken die besseren Konditionen, da sie gegenüber Filialbanken mit weniger Verwaltungsaufwand auskommen. Informieren Sie sich umfassend und kritisch über die besten Angebote und ihre Fußnoten. Das bringt Ihnen unter dem Strich Sicherheit, hohe Zinserträge und niedrigere kontengebundene Kosten.

Tagesgeldkonten vergleichen

Den Vergleich verschiedener Tagesgeldangebote nimmt man am besten im Internet vor. Ein einfacher Zinsvergleich reicht dazu jedoch nicht aus. Man muss die gesamte Konditionenstruktur und die Kosten vergleichen. Auch die Bedingungen zur Kontoeröffnung stellen ein wichtiges Kriterium dar, ob es sich lohnt, bei einer Bank ein Tagesgeldkonto zu führen.

Zinssatz für Neu- und Bestandskunden, Zinsgarantie

Bei vielen Banken unterscheiden sich die Zinssätze für Neu- und Bestandskunden auf den Tagesgeldkonten. Man muss deshalb beim Vergleich darauf achten, ob und wann man für das jeweilige Kreditinstitut ein neuer Kunde ist. Für Neukunden gelten höhere Zinssätze, damit diese möglichst viel frisches Geld bei der Bank anlegen. Will eine Bank Kunden anlocken, unterbreitet sie Sonderangebote in Form von Zinsaufschlägen, Zinsboni oder sonstigen Sonderkonditionen.

Zinsgarantie

Zu den Sonderangeboten zählt auch die Garantie eines Tagesgeldzinssatzes bis zu einem bestimmten Termin. Normalerweise sind Tagesgeldzinsen laufend veränderbar. Die Zinsen täglich verfügbarer Einlagen schwanken mit dem Geldmarktzinsniveau. Garantiert eine Bank die Tagesgeldzinsen für beispielsweise 3 Monate, um Kunden anzuwerben, sollten sich diese beim Vergleich sofort mit ansehen, welche Zinshöhe nach den 3 Monaten gilt. Dann ist der niedrigere Zinssatz für Bestandskunden ausschlaggebend.

Kombiprodukte mit Investmentfonds

Von Koppelprodukten mit Investmentfonds ist abzuraten. Die Hälfte als Tagesgeldanlage wird hoch verzinst, wenn der Kunde für die andere Hälfte des Anlagebetrages hauseigene Investmentfonds kauft. Dieser Zinszuschlag gilt lediglich für ein paar Monate, für die er garantiert ist. Den Zusatzaufwand gleicht die Bank durch den teuren Ausgabeaufschlag für die vorgeschriebenen, meist Aktien- oder Dachfonds mehr als aus. Dabei passen beide Anlagen, Fonds und Tagesgeld, weder von der Laufzeit noch vom Risiko her zusammen. Wer keine längerfristigen Risiken eingehen möchte, sollte sich von den Lockzinsen nicht blenden lassen. Anleger, die diese Fonds sowieso kaufen wollen, können sie über die Börse oder Fondsdiscounter wesentlich preiswerter erwerben.

Für welche Einlagenhöhe gilt der Zins

Beachten Sie für eine erfolgreiche Tagesgeldanlage, ab welcher Einlagenhöhe der Zins gilt. Bei den meisten Banken gibt es keine vorgeschriebene Mindesteinlage. Die Zinsen gelten ab dem ersten Euro, jedoch nicht unbegrenzt. Viele Banken haben eine Zinsstaffel. Das heißt, die jeweiligen Zinssätze gelten innerhalb eines Betragskorridors, einer von-bis-Spanne. Üblich ist es, dass für Beträge über 1 Million Euro auf dem Tagesgeldkonto weniger Zins gezahlt wird als zum Beispiel für 10.000 Euro. Aber Maximalanlagebeträge werden überwiegend nicht vorgegeben. Der Vergleich muss also die Zinsstaffelung einschließen.

Wann erfolgt die Zinsgutschrift

Nicht unerheblich für den Anlageerfolg ist die Frage, in welchem Rhythmus die Erträge gutgeschrieben werden. Über einen längeren Zeitraum gerechnet, macht der Zinseszinseffekt einen beachtlichen Unterschied aus. Bei monatlicher Zinsgutschrift werden die Zinsen jeweils im Folgemonat wieder mit verzinst, während bei jährlicher Gutschrift der Ursprungsbetrag nur einmal im Jahr Gewinn abwirft. Die Auswirkung des Effektes der Zinseszinsen hängt natürlich vom angelegten Betrag, der Zinshöhe und Laufzeit ab. Anleger sollten Tagesgeldangebote mit monatlicher oder vierteljährlicher Zinsgutschrift der jährlichen Zinsbuchung unter sonst gleichen Bedingungen vorziehen.

Einlagensicherung

Die Sicherheit der Einlage hat Vorrang gegenüber exorbitant hohen Erträgen, die ein entsprechendes Risiko der Anlage signalisieren. Die Sicherheit der Einlage ist der wichtigste Faktor, wenn man sein Kapital erhalten will. Es sollten Banken mit deutscher Einlagensicherung bevorzugt werden. Erst recht, wenn es sich um Anlagebeträge über 100.000 Euro handelt. Der gesetzliche Einlagenschutz auf europäischer Ebene und das freiwillige deutsche Einlagensicherungssystem bilden die Grundlage dafür, dass Anleger bei der Pleite einer Bank keine Verluste mit ihrem Tagesgeld erleiden.

Weitere Konditionen/Kleingedrucktes

Obwohl Tagesgeldkonten zu den übersichtlichsten Geldanlagen zählen, können auch hier die Sternchen an den Konditionen einen entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis der Anlage ausüben. Deshalb sollten Verbraucher den Bedingungen der Tagesgeldanlage genauso viel Aufmerksamkeit schenken wie ihren Konditionen. Es gibt Sonderzinsen oder Tagesgeldangebote, die gelten nur dann, wenn der Kunde bei der Bank noch ein Girokonto führt. Der Vergleich sollte deshalb die Kosten des Kontos beinhalten. Schreibt das Kreditinstitut für das gebührenfreie Girokonto beispielsweise einen Mindestgehaltseingang vor und dieser wird unterschritten, können erhebliche Girokontogebühren das Ergebnis der Tagesgeldanlage bedeutend schmälern. Oder Zinsaufschläge gibt es für Anleger nur unter der Bedingung, dass gleichzeitig mit dem Betrag auf dem Tagesgeldkonto ein Depot und eine beachtliche Summe in das Bankhaus übertragen werden. Für Vergleiche von Tagesgeldern sollten sich Anleger also Zeit nehmen, auch wenn der Wettbewerb der Banken untereinander dazu geführt hat, dass es immer weniger Angebote mit versteckten Kosten oder undurchsichtigen Klauseln gibt.

Einschränkungen für Kontoeröffnung

Über Restriktionen bei der Kontoeröffnung sollte man sich vor der Entscheidung für eine Bank genau informieren. So haben ausgewählte Direktbanken die Führung von Gemeinschaftskonten ausgeschlossen. Es kann auch vorgeschrieben sein, dass pro Person nur ein Tagesgeldkonto eröffnet werden darf. Das gilt insbesondere, wenn günstige Sonderkonditionen offeriert werden. Bei fast allen Online-Banken ist nur eine Kontoeröffnung auf eigene Rechnung möglich. Generell ist die Eröffnung eines Tagesgeldkontos für eine dritte Person nicht zugelassen, mit Ausnahme der Konten für Minderjährige, bei denen die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter erforderlich ist. Gleichzeitig gibt es ebenso Banken, bei denen der Kontoinhaber mindestens 18 Jahre alt sein muss.

Online-Eröffnung

Online wird den Verbrauchern die Eröffnung eines Tagesgeldkontos leicht gemacht. Mit wenigen Klicks sind alle persönlichen Daten eingegeben. Entweder die Direktbank schickt dem Antragsteller die Kontoeröffnungsunterlagen zu oder er druckt sich diese selbst zu Hause aus. Mit diesen Unterlagen und einem Legitimationsdokument wie Personalausweis oder Reisepass geht der Kontoinhaber zu einer Filiale der Deutschen Post AG und lässt dort seine Identität bestätigen. Die Post übernimmt für alle Banken gegen ein Entgelt die Übersendung der Vertragsunterlagen an die kontoführende Bank. Genauso einfach ist die Verwaltung des Tagesgeldes am Computer. Fragen werden per Mail beantwortet, bei ausgewählten Direktbanken gibt es Telefonservice sowie einige wenige Beratungscenter.

Bedingungen durchlesen

Die Handhabung von Tagesgeldkonten ist denkbar einfach. Trotzdem gilt es auch hier einen Blick in das Kleingedruckte zu werfen, um das passende Angebot zu finden und Zinsfallen zu umgehen. Ein wichtiges Kriterium für die Bankauswahl sind die Konditionen. So muss man die Laufzeit des Postident-Verfahrens einkalkulieren. Der künftige Kontoinhaber sollte den Gang zur Filiale der Deutschen Post nicht allzu lange aufschieben, da sich bei Tagesgeldkonten die Verzinsung rasch einmal ändern kann. Oftmals gelten für neu eröffnete Konten die Konditionen, die beim Eingang der Kontoeröffnungsunterlagen gemäß Poststempel aktuell sind.

Tagesgeldzinsen

Die Zinsen von Tagesgeldern sind nicht garantiert. So wie der Kunde jeden Tag einen Teil des Guthabens oder sämtliches Geld abheben kann, tragen auch die Zinssätze einen veränderlichen Charakter. Theoretisch könnten Banken jeden Tag die Konditionen ihrer Tagesgeldangebote ändern, was aber in der Praxis nur in größeren Abständen erfolgt. Nachteilig für Anleger wirkt sich ein sinkendes volkswirtschaftliches Zinsniveau aus.

Basiszinssatz Eonia

Die Banken orientieren sich bei der Festsetzung der Zinsen für ihre Tagesgelder am Niveau und an der Veränderung der Geldmarktzinsen. Ein Maßstab für das Zinsniveau am internationalen Geldmarkt ist der Eonia. Dieser wird täglich von der EZB ermittelt. Der Eonia ist der gewichtete Durchschnittszinssatz für unbesicherte Eintagesausleihungen, die sich die wichtigsten europäischen und einige nichteuropäische Banken untereinander gewähren. Dieser Interbankensatz dient als Referenzzinssatz für kurzfristige Geldanlageprodukte. Der Eonia ist ein guter Indikator für Privatanleger, da er sowohl das Leitzinsniveau als auch die Schwankungen auf dem Interbankenmarkt im Tagesgeldbereich widerspiegelt. Einen Anhaltspunkt für das Zinsniveau am Geldmarkt kann auch der Übernacht-Euribor geben. Die europäischen Referenzzinsätze kann man jederzeit im Internet abfragen.

Lockangebote hinterfragen

Weitere Einflussfaktoren, nach denen Banken ihre Zinssätze für das Tagesgeld festlegen, sind die Zusammensetzung ihrer Bilanzen, der Margen- und Wettbewerbsdruck, unter dem sie stehen, sowie andere geschäftspolitische Erwägungen. Da der Anleger diese Faktoren schlecht nachvollziehen kann, empfiehlt es sich, den Zinssatz für Tagesgeldkonten in Abständen abzufragen beziehungsweise Konkurrenzangebote im Internet zu prüfen. Ein Vergleich auf unabhängigen Portalen zahlt sich aus. Bietet eine Bank im Vergleich zu den meisten anderen Instituten besonders hohe Zinsen, sollte das kritisch hinterfragt werden. Je höher das Zinsangebot, desto größer sind in der Regel die Risiken, die sich in der Bankbilanz verbergen. Wenn von der Bank eine Garantie abgegeben wurde, dass der Zinssatz beispielsweise für 6 Monate konstant bleibt, lohnt sich ein Blick auf die anschließenden Konditionen.

Gültigkeitsdauer der Konditionen

Damit man als Kunde nicht nur Lockangeboten folgt, die später relativ rasch abgesenkt werden, sollte man sich dabei unbedingt ansehen, ab wann die Zinssätze der jeweiligen Banken bereits gelten. Je länger die Zinssätze konstant sind, desto wahrscheinlicher wird eine Veränderung der aktuellen Konditionen. Das gilt erst recht bei sinkenden Zinsen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Zinssätze nur bis zu einem bestimmten Höchstbetrag gelten. Zahlt der Kunde geringfügig mehr als die Höchstgrenze ein, kann es sein, dass für das gesamte Kontoguthaben die attraktiven Neukundenzinsen nicht mehr gelten. Dann sind lediglich die Bestandskonditionen ausschlaggebend und zwar nicht nur für den die Vorgabe überschreitenden Geldbetrag, sondern für die gesamte Einlage.

Auszahlungsintervalle und Zinseszinsen

Wichtig ist ebenfalls, in welchen Intervallen die Erträge ausgezahlt werden. Die Zinszahlung kann monatlich, viertel- oder jährlich erfolgen. Werden die Zinsen unterjährig gebucht, profitiert der Anleger vom Zinseszinseffekt. Dieser wirkt umso stärker, je höher Anlagebetrag und Zinssatz sowie je kürzer die Auszahlungszeiträume der Erträge sind. Von den Zinseszinsen profitiert der Anleger aber nur dann, wenn die Erträge auf dem Konto verbleiben. Erfolgt die Zinszahlung auf das Referenzkonto, muss der Anleger diese Summe zurück auf das Tagesgeldkonto transferieren, will er den Zinseszinseffekt realisieren.

Rechenbeispiel

Die Wertentwicklung eines Tagesgeldkontos ist vom Anlagebetrag, den Zinsen und dem Rhythmus der Zinsgutschriften abhängig. Ein Anleger, der 100.000 Euro für ein Jahr mit 1,5 Prozent Zinsen und jährlicher Zinsgutschrift auf dem Tagesgeld stehen lässt, erhält am Ende eine Auszahlung über 101.500 Euro. Während der Anleger, der zu gleichen Bedingungen 25.000 Euro anlegt, nach dem Jahr mit 25.375 Euro die Bank verlässt. Je höher der Anlagebetrag, desto besser ist meist die Tagesgeldverzinsung. Erhält dieser Kunde aufgrund einer Zinsstaffelung nur 1 Prozent Verzinsung, dann verfügt er nach einem Jahr lediglich über 25.250 Euro. Die individuelle steuerliche Situation ist in diesen Beispielen nicht berücksichtigt.

Verschiedene Zinssätze

Die Konditionen von Anbietern können zwischen Bankengruppen, regional und sogar innerhalb einzelner Geldinstitute individuell sehr verschieden sein. Befinden sich auf diesen beiden Konten jeweils 50.000 Euro auf dem Tagesgeld und werden diese bei verschiedenen Banken angelegt, ergibt sich beispielsweise folgende Rechnung. Anleger X erhält für das Jahr bei Bank A 1 Prozent Zinsen und Anleger Y bekommt bei seiner Bank B für die gleiche Summe 2,3 Prozent. Dann hat Anleger X am Jahresende ein Guthaben von 50.500 Euro, während sich Anleger Y über 51.150 Euro freuen kann.

Abweichende Zinsintervalle

Wie sich der Zinszahlungsrhythmus durch den Zinseszinseffekt auswirkt, wird an folgendem Beispiel deutlich. Anleger C legt bei Bank A einen Betrag von 75.000 Euro als Tagesgeld an. Er lässt diesen 24 Monate stehen und erhält dafür 1,8 Prozent Zinsen, die ihm jährlich gutgeschrieben werden. Nach der Laufzeit von 24 Monaten stehen dem Kontoinhaber 77.724,30 Euro zur Verfügung. Falls er sein Tagesgeld bei Bank A vor den 24 Monaten auflösen würde, erhielte er die exakten Zinsen bis zum Auflösungstag ausgezahlt. Anleger D erhält bei Bank B den gleichen Zinssatz für ebenfalls 75.000 Euro Tagesgeldeinlage. Dieser Kunde bekommt jedoch eine monatliche Zinsgutschrift, so dass sich nach 24 Monaten 77.747,09 Euro auf seinem Konto befinden. Der Zinseszinseffekt hat ihm für 75.000 Euro über 24 Monate 22,79 Euro an zusätzlichem Ertrag eingebracht. Der Zinseszinseffekt kann jedoch nur dann genutzt werden, wenn die Zinserträge direkt auf dem Tagesgeldkonto verbleiben.

Mindesteinlage

Sind Mindesteinlagen vorgegeben, so können für Beträge, die unter dieser Summe liegen, keine Tagesgeldkonten eröffnet werden. Solche geringen Anlagebeträge rechnen sich für Banken nicht. Für sie ist der Zins- und Verwaltungsaufwand höher als der Nutzen dieser Einlagen.

Online-Banken

Online-Banken bieten weniger persönlichen Service an und weisen einen geringfügigeren Kostenaufwand als Filialbanken auf, weil ihre Kunden größtenteils Buchungen und Datenänderungen selbst vornehmen. Internetbanken haben deshalb meist keine Einstiegs- oder nur geringe Mindestbetragskriterien wie 500 Euro definiert.

Filialbanken

Manche Filialbanken verlangen für ihr Tagesgeld eine weitaus höhere Mindesteinlage. Diese beträgt häufig 2.500 Euro oder 5.000 Euro. Es gibt aber auch Kreditinstitute, die eine Mindesteinlage von 10.000 Euro vorgeben. Das resultiert entweder aus einem ungünstigen Aufwand-Ertrags-Verhältnis oder der geschäftspolitischen Ausrichtung auf eine vermögende Klientel. Die meisten Anbieter von Tagesgeldern regeln die für sie wirtschaftlich sinnvolle Größenordnung über die Konditionen. Für geringe Einlagen werden weitaus niedrigere Zinsen bezahlt als für höhere Anlagebeträge. Betragsmäßig kann es mehrere Staffelungen der Zinssätze bis zu einer bestimmten Maximalanlage geben.

Verfügbarkeit

Tagesgeldeinlagen zählen für Banken zu den Sichteinlagen. Das bedeutet, dass der Kunde diese ständig ohne Kündigungsfrist abheben kann.

Unterschied zum Girokonto

Tagesgeld ist eine täglich verfügbare Anlage, deren Verfügungshandhabung aber nicht identisch mit der des Girokontos ist. In der Mehrzahl der Fälle muss zu dem neuen Tagesgeldkonto gleichzeitig ein Referenzkonto mit eröffnet werden. Nur wenige Banken akzeptieren als Referenzkonto eine Kontoverbindung, die bereits besteht und nicht in ihrem Haus geführt wird. Mehrheitlich handelt es sich dabei um ein Girokonto. Will der Kunde Geld von seinem Tagesgeld haben, muss er eine Umbuchung auf sein Referenzkonto veranlassen. Das kann online, telefonisch, schriftlich oder per Überweisung in der Filiale erfolgen. Die Umbuchung vom Tagesgeld auf das Referenzkonto dauert maximal einen Tag, sofern die Konten im gleichen Haus geführt werden. Das hängt vom internen Arbeitsablauf und den Buchungsfristen der jeweiligen Bank ab. Am längsten brauchen Verfügungen von Tagesgeldkonten, wenn sich das Referenzkonto in einem anderen Bankhaus befindet. Dorthin können Überweisungen von Tagesgeldkonten bis zu 3 Arbeitstagen dauern. Diese Umbuchungsfristen muss jeder Anleger, der dringend Geld braucht, unbedingt einkalkulieren.

Verfügung über Geldautomaten

Die Verfügung über Tagesgeldkonten geht ausschließlich über das Referenzkonto und die Überweisung der zu verfügenden Beträge. Dieses Referenzkonto kann, muss aber nicht das Haupt-Girokonto des Kunden sein. Für Einlagen bei ausländischen Online-Banken soll es auf jeden Fall ein deutsches Girokonto sein. Wird das Tagesgeld nicht bei der Hausbank angelegt, kommt es darauf an, ob die Tagesgeldbank ein fremdes Konto als Referenzkonto akzeptiert. Insbesondere Direktbanken eröffnen Kunden auch zusätzliche Referenzkonten in Form von Verrechnungs- oder Depotkonten. Diese sind immer kostenlos. Die Banken geben für Referenzkonten mit Girofunktion Karten zur Verfügung am Geldautomaten aus. Somit kann jeder Kunde bar an den Geldautomaten über sein Guthaben sofort nach Eingang auf dem Referenzkonto verfügen.

Keine Kreditmöglichkeit

Über Tagesgeldkonten einen Dispositionskredit in Anspruch zu nehmen, ist ausgeschlossen. Andere Kredite werden von Banken nur über separate Konten bereitgestellt. Das Tagesgeldkonto kann nicht ins Minus geraten, da der Kontoinhaber keinen direkten Zugriff darauf hat. Es sind nur Überweisungen auf das Referenzkonto möglich. Das Konto wird mit Hilfe interner Sperrmerkmale von der Bank als Guthabenkonto geführt. Ein Tagesgeldkontoinhaber kann also keine Schulden über sein Konto anhäufen.

Höchstverfügungsbetrag

Der Höchstbetrag, über den ein Kunde auf seinem Tagesgeldkonto verfügen kann, ist sein jeweils aktueller Kontostand. Überziehungen auf Tagesgeldkonten sind nicht möglich. Reicht das Guthaben für eine Überweisung auf das Referenzkonto nicht aus, wird der entsprechende Auftrag nicht ausgeführt. Die Bank schickt ihn gegen Gebühren an den Kunden zurück.

Keine Zahlungsfunktion

Ebenso unmöglich ist es, seinen normalen Zahlungsverkehr über Tagesgeldkonten laufen zu lassen. Es sind weder Lastschriften noch Schecks oder alltägliche Überweisungen über diese Konten möglich. Einzige Ausnahme ist die Verfügung über das Tagesgeldkonto mittels einer Überweisung auf das angegebene Referenzkonto. Die Überweisung erfolgt beleghaft, per Fax oder mittels Online- und Telefon-Banking. Einzahlungen auf Tagesgelder sind aber von jeder beliebigen Stelle und jedem Konto aus möglich, sowohl bar als auch unbar. Einschränkungen sind lediglich durch nicht vorhandene Voraussetzungen in Kreditinstituten, wie fehlenden Bankschaltern bei Internetbanken, gegeben. Lastschrifteinzüge und Daueraufträge sind weitere Einzahlungsmöglichkeiten. Bei Lastschrifteinzügen kann aber die sofortige Verfügbarkeit des Tagesgeldes für eine gewisse Zeit eingeschränkt sein, da Lastschriften zurückverrechnet werden könnten.

Sicherheit für Kontoinhaber

Die Bindung an das Referenzkonto stellt eine beträchtliche zusätzliche Sicherheit für den Kontoinhaber dar. Das Referenzkonto wird vom Kunden bei der Kontoeröffnung des Tagesgeldes festgelegt und in den Vertragsunterlagen festgehalten. Bedingung ist, dass das Referenzkonto auf den gleichen Namen geführt wird wie das eigentliche Tagesgeldkonto. Maximal darf es ein Gemeinschaftskonto sein, wenn das Tagesgeld auf verschiedene Kontoinhaber lautet. Damit ist garantiert, dass Verfügungen vom Tagesgeldkonto nur auf ein eigenes Konto erfolgen. Verfügungen vom Tagesgeld zugunsten eines Kontos Dritter sind somit nicht möglich. Änderungen des Referenzkontos können jederzeit vorgenommen, müssen aber durch den Kunden selbst veranlasst werden.

Kündigungsfristen

Die Liquidität gehört zu den drei wichtigsten Zielen einer Geldanlage. Die ständige Verfügbarkeit ist der entscheidende Vorteil einer Tagesgeldanlage. Der Anleger braucht keine Kündigungsfrist einzuhalten. Er muss das Tagesgeldkonto auch nicht unbedingt gleich auflösen. Da es im Allgemeinen keine Kosten verursacht, kann es für einen begrenzten Zeitraum ohne Bestand bestehen bleiben. Will man das Konto dennoch auflösen, empfiehlt es sich, vorab einen Großteil des Geldes auf das Referenzkonto zu überweisen, damit sich eine eventuell verzögerte Bearbeitung des Kontoauflösungsantrages nicht negativ auf die eigene Zahlungsfähigkeit auswirkt.

Steuern

Die Erträge von Tagesgeldkonten fallen unter die Abgeltungsteuer. Diese wurde 2009 als Pauschalsteuer für Kapitalerträge eingeführt. Sie beträgt 25 Prozent auf alle Kapitalerträge, zu denen die Tagesgeldzinsen zählen. Darauf werden noch 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und je nach Bundesland gegebenenfalls 8 oder 9 Prozent Kirchensteuer erhoben. Ab 2015 führen die Banken alle drei Steuerbestandteile sofort an das Finanzamt ab. Der Abzug erfolgt zeitgleich mit der Buchung der Zinsgutschrift.

Die Abgeltungsteuer wird zu dem Zeitpunkt erhoben, an dem den Anlegern die Zinsen für das Tagesgeld zufließen. Hat der Kunde keinen Freistellungsauftrag gestellt oder seinen Sparer-Pauschbetrag von 801 beziehungsweise 1.602 Euro schon verbraucht, dann wird die Abgeltungsteuer direkt an das zuständige Finanzamt abgeführt. Eine Nichtveranlagungsbescheinigung für Rentner oder Geringverdiener befreit darüber hinaus vom Abzug der Abgeltungsteuer. Wer einen geringeren Steuersatz als 25 Prozent hat, kann sich im Normalfall die zu viel gezahlte Abgeltungsteuer über die Einkommensteuererklärung zurückholen.

Kosten

In der Regel sind alle Vorgänge rund um das Tagesgeldkonto gratis. Es werden keinerlei Gebühren erhoben. Auch Filialbanken stellen inzwischen kostenlose Tagesgeldkonten mit Kontoauszügen bereit. Dennoch kann es vorkommen, dass für bestimmte Leistungen Zusatzgebühren berechnet werden. Zusätzliche Kosten können entstehen, wenn die Bank die Inanspruchnahme günstiger Tagesgeldkonditionen an Bedingungen knüpft. Zum Beispiel an die Eröffnung eines Girokontos oder Depots im eigenen Haus, für das dann Gebühren in Rechnung gestellt werden.

Achten Sie also auf versteckte Kosten. Wer zum Beispiel seine Kontoauszüge beziehungsweise Zinsabrechnungen nicht online oder über den Kontoauszugsdrucker abruft, bekommt eine Versandkostenpauschale in Rechnung gestellt. Wenn Auszüge abhanden kommen, dann zahlt der Anleger für die Zweitschrift meist eine außergewöhnlich hohe Extra-Gebühr. Dasselbe gilt für Kopien von Buchungsbelegen. Sollten Sie einmal umziehen, vergessen Sie nicht, Ihrer Bank die neue Adresse mitzuteilen. Kann die Bank Ihnen deswegen Belege oder Auszüge nicht zustellen, werden Ihnen Kosten für die Adressnachforschung berechnet, die nicht geringfügig sind. Banken berechnen auch für Erstellung und Versand von Jahressteuerbescheinigungen eine Gebühr.

Tagesgeldhopping

Als Tagesgeldhopping bezeichnet man ein ständiges Übertragen des Tagesgeldes von Bank zu Bank. Dieses betreiben Kunden, die stets auf der Jagd nach den besten Tagesgeldkonditionen sind. Damit ist ein exzessives Nutzen von Lock- und Sonderangeboten gemeint. Diese Kunden kassieren in vielen Fällen höhere Erträge durch permanente Neukundenboni.

Aufwand begrenzt Nutzen

Das lohnt sich aber auf Dauer nur für höhere Anlagebeträge. Denn dem steht ein nicht unerheblicher Aufwand für die ständige Eröffnung neuer Konten, das Vergleichen und Ändern von Freistellungsaufträgen, Vollmachten sowie das Einreichen von Legitimationsunterlagen gegenüber. Deshalb sollten sich Verbraucher ständige Bankwechsel mit ihrem Tagesgeld gut überlegen. Aufgrund der variablen Zinsgestaltung und der Vielzahl von aktuellen Sonderangeboten macht es wenig Sinn, beispielsweise jedes Quartal ein neues Tagesgeldkonto zu eröffnen. Der Wettbewerb zwischen den Banken wird so intensiv und aktiv geführt, dass es bei den Zinsen guter Banken meist nur marginale Unterschiede gibt, die über kurze Zeiträume den bürokratischen Aufwand zur Kontoeröffnung nicht rechtfertigen. Einmal im Jahr sollten Anleger jedoch überprüfen, wie sie mit ihrem derzeitigen Tagesgeldkonto in der Zinsentwicklung gegenüber anderen Anbietern stehen.

Empfehlung

Das ständige Verfolgen des Marktes kostet viel Zeit. Auf keinen Fall darf dabei außer Acht gelassen werden, wie lange bestimmte Konditionen noch gelten. Ändert eine Bank kurzfristig ihr Sonderangebot, ist die Wirkung der höheren Zinsen schon nach kurzer Zeit verpufft und wieder müsste ein neuer Anbieter gesucht werden. Gegen ein gelegentliches Wechseln des Tagesgeldanbieters ist jedoch nichts einzuwenden, da manche Banken direkt auf die Bequemlichkeit ihrer Kunden setzen.

Große Auswahl durch europäischen Wettbewerb

Auf dem Markt für Tagesgelder gibt es einen starken Wettbewerb. Durch das Internet sind praktisch alle europäischen Angebote vergleichbar. Für die einzelnen Banken bilden die Tagesgeldeinlagen und Girokontoguthaben die Basis für Folgegeschäfte. Deshalb werden vor allem über die Bewerbung der Tagesgeldkonditionen neue Kunden akquiriert. Gerade der deutsche Einlagenmarkt ist für andere europäische Banken interessant, weil viele Deutsche ihre Tagesgeldanlage viel länger stehen lassen als aufgrund ihrer kurzfristigen Verfügbarkeit zu erwarten wäre. Banken können mit diesen Guthaben gut kalkulieren und damit renditeträchtigere Vorhaben finanzieren. Viele ausländische Banken haben in den letzten Jahren auf dem deutschen Markt Fuß gefasst. Von dieser Wettbewerbsintensivierung profitieren die deutschen Anleger.

Hohe Zinsen für Neukunden

Eine Auswirkung dieses Wettbewerbs ist, dass es für Neukunden einer Bank einen Bonus in Form höherer Zinsen gibt. In diesem Zusammenhang sollte man wissen, wann man bei einer konkreten Bank zu den Neukunden zählt. Entweder, wenn man neues Geld zu dieser Bank bringt, unabhängig davon, ob man bereits Kunde war, oder wenn man noch nie ein Konto bei dieser Bank hatte. Noch nie ist dabei jedoch in den seltensten Fällen wörtlich gemeint. Es gibt Kreditinstitute, die Kunden bereits nach einem oder einem halben Jahr aus ihrem Bestand wieder löschen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Kunde in diesem Zeitraum im Haus nur unbewegte, leere Konten hatte.

Zinsaufschlag für Neugeld

In der Bankwelt heißt neues Geld frisches Geld. Das bedeutet, dass diese Summen, unabhängig von der Kontoeröffnung, vorher nicht bei diesem Anbieter angelegt sein durften. Neues Geld kann also auch von Bestandskunden kommen. Ob es sich noch niemals oder bereits zu einem weit früheren Zeitpunkt in diesem Geldinstitut befand, ist fast immer belanglos. Wer sein Tagesgeldkonto mit Beträgen aufstocken will, die bisher in einem anderen Kreditinstitut angelegt waren, verhandelt am besten mit seinem Kundenberater oder telefonischen Betreuer über Sonderkonditionen.

Unterschiede in der Einlagensicherung

Die Kunden deutscher Banken sind zweifach gesichert, durch ein gesetzliches und ein freiwilliges Sicherungssystem für ihre Einlagen, die sie bei Geldinstituten einbringen. Grundlage dafür ist das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz. Die gesetzliche Einlagensicherung ist inzwischen in den EU-Staaten einheitlich geregelt. Alle Tagesgeldeinlagen bis 100.000 Euro sind für jede Person pro Institut zu 100 Prozent abgesichert, falls die Bank nicht in der Lage sein sollte, die Tagesgeldeinlagen wie gewünscht zurückzuzahlen. Für Ehepaare und deren Konten gilt demnach die doppelte gesetzliche Entschädigungssumme. Abgesichert sind alle Tagesgeldkonten, die auf Euro oder eine andere Währung eines EU-Mitgliedslandes lauten. Unterschiede gibt es jedoch bei den freiwilligen Einlagensicherungssystemen, denen einige Banken zusätzlich angehören.

Freiwillige deutsche Einlagensicherung

Alle deutschen Banken haben neben der gesetzlichen Einlagensicherheit eine freiwillige Einlagensicherung, die weit darüber hinausgeht. Bei privaten Banken reicht die Absicherung bis zu mehreren Millionen Euro pro Kunde. Das sind derzeit 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der Bank, die bis 2025 schrittweise auf realistischere 8,75 Prozent herabgesetzt werden. Bei öffentlichen sowie öffentlich-rechtlichen und genossenschaftlichen Banken ist die Haftung für Kundeneinlagen durch gegenseitige Haftungsverbünde und regionale Sicherungseinrichtungen unbegrenzt. Für den Fall einer Bankpleite sollten Kontoinhaber jedoch nicht außer Acht lassen, dass es weder auf die gesetzliche noch die freiwillige Einlagensicherung einen Rechtsanspruch gibt und die Entschädigungstöpfe derzeit unzureichend gefüllt sind. Von einer Insolvenz betroffene Kunden müssen schnell reagieren und sich eine neue Bank suchen. In den letzten Jahren nach der großen Finanzkrise wurde die europäische Einlagensicherung durch einheitliche Regelungen zur Entschädigung und Bankenabwicklung jedoch auf ein festeres Fundament gestellt. Auch wenn es für Beträge unter 100.000 Euro eine Rückzahlungsgarantie gibt, ein restliches Risiko für die Anleger kann nicht ausgeschlossen werden.

Unterschied zu ausländischen Banken

Kunden deutscher und ausländischer Banken, deren Sitz sich in Deutschland befindet und die eine eigene deutsche Banklizenz besitzen, sind besser gesichert als Kunden ausländischer Banken, die ihren Hauptsitz im Ausland haben und in Deutschland nur eine Niederlassung unterhalten. Diese Institute gehören dem jeweiligen Einlagensicherungssystem ihres Hauptsitzlandes an. Welche Institute sich für die Anwendung des deutschen Sicherungssystems entschieden haben, muss jeder Interessent abfragen. Man kann unter anderem beim Bundesverband deutscher Banken e. V. und beim Verband der Auslandsbanken in Deutschland e. V. oder bei der BaFin Auskünfte einholen. Für Kunden ausländischer Banken, die nach deutschem Recht arbeiten, gilt der Vorzug, dass sie sich im Insolvenzfall an die deutsche gesetzliche Entschädigungseinrichtung wenden können. In Deutschland tätige Banken müssen aber nicht zwangsläufig einer zusätzlichen freiwilligen Einlagensicherung angehören. Jeder potentielle Kunde sollte deshalb prüfen, wie hoch die Absicherung des jeweiligen Anbieters im Insolvenzfall tatsächlich ist. Im Internet geben alle Banken Auskunft über die Höhe ihrer Einlagensicherung. Sollten im Einzelfall Angaben dazu fehlen, ist diese Bank sicher nicht erste Wahl für eine Tagesgeldanlage.

Gute Angebote finden

Durch die Einlagensicherung gehört die Tagesgeldanlage zu den risikolosesten Geldanlagen. Einen Vergleich nimmt man am besten über Vergleichsrechner im Internet vor. Die Interessenten sollten jedoch mehrere Rechner nutzen, um sicher zu gehen, dass die Angebote der Banken aktuell sind. Tagesgeldvergleiche ermöglichen den Nutzern ebenso, andere Vorteile der jeweiligen Bank zu erkennen. Als Neukunde kann man beispielsweise niedrige Zusatzkosten, andere lukrative Anlageprodukte, schnelle Geldtransfers oder ein großes Geldautomatennetz nutzen.

Man gibt in den Rechner Angaben zur Anlagesumme, gewünschten Einlagensicherung und zur Internetbanking-Nutzung ein. Ein guter Vergleich ermöglicht den Zusatz, ob die Konditionen für Neukunden oder Bestandskunden gelten. Das ist wichtig für eventuell höhere Zinsen. Achten Sie auf die Staffelung der Zinsbeträge. Meist können Sie den gesamten Zinsertrag für ein Jahr berechnen. Darüber hinaus können Neukunden auf den Portalen auch andere Vorteile einsehen. So werden Antragstellern häufig im Zusammenhang mit einer Tagesgeldanlage weitere Vorteile offeriert, beispielsweise ein kostenloses Depot oder eine gebührenfreie Kreditkarte. Banken nutzen Tagesgeldkonten als Türöffner für eine stabile Kundenbeziehung. Sie verdienen an Tagesgeldanlagen wenig bis gar nichts. Die Kreditinstitute bauen darauf, dass viele Neukunden später als Kunden erhalten bleiben, um ihnen die aus ihrer Sicht lukrativen Finanzprodukte anbieten zu können.

Der beste Zeitpunkt für den Wechsel

Wer Tagesgeldhopping betreibt, sollte sich genau überlegen, welcher Wechsel sich lohnt. Ein Bankwechsel zu einem Geldinstitut, das den Neukundenbonus für mehrere Monate garantiert, kann sich auszahlen, vor allen Dingen in Phasen sinkender oder gleich bleibend niedriger Zinsen. Wer seinen Freibetrag für Kapitalerträge bei der alten Bank noch nicht ausgeschöpft hat, sollte erst nach der letzten Zinszahlung wechseln. Der Kunde erhält bei Auflösung des Kontos und Bankwechsel die restlichen Zinserträge taggenau berechnet und überwiesen. Der Monat wird mit 30 Tagen gerechnet. Eine Überweisung des Geldes ohne Kontoauflösung vor dem eigentlichen Zinstermin an die neue Bank führt dazu, dass die ausstehenden Zinserträge auf dem alten Tagesgeldkonto oder Referenzkonto verbleiben. Ansonsten sind die Bedingungen des neuen Tagesgeldkontos und seine attraktiven Konditionen ausschlaggebend für eine Änderung der Anlage.

Es kann noch andere Gründe für eine Neuorientierung geben. Der optimale Zeitpunkt für einen Wechsel des Tagesgeldkontos wäre beispielsweise, wenn Sie als Kunde unzufrieden sind. Sei es, weil der Service der Bank nicht stimmt oder weil die Bank ihre Zinsen für das Tagesgeld schneller nach unten anpasst als die Leitzinsen sinken und sie bei Zinserhöhungen nur sehr langsam reagiert. Gelegentlich findet man auch Banken, die ständig neue Tagesgeldkontenvarianten erfinden, die für Bestandskunden von vornherein nicht im Angebot sind. Werden Sie als Bestandskunde bei Ihrer Bank gegenüber Neukunden ausnahmslos benachteiligt, obwohl Sie seit vielen Jahren dort hohe Beträge angelegt haben, dann wird es Zeit, einen Wechsel durch Vergleich der Konditionen und Bedingungen vorzubereiten.

Rückkehr zur alten Bank als Neukunde

Dabei ist eine Rückkehr zur alten Bank nicht ausgeschlossen, sofern diese für Neukunden wieder günstige Bedingungen bietet. Das ist keine moralische Frage, jede Bank freut sich über frische Gelder. Man sollte sich allerdings erkundigen, wer wann als Neukunde gilt. In einigen Banken ist man bereits nach 6 Monaten wieder ein neuer Kunde, bei anderen erst nach 2 bis 3 Jahren. Wobei es sich beim Wechsel immer um die Frage handelt, mit welchen Konten der Kunde zu einer neuen Bank geht. Nur die Bank, die das Girokonto führt, ist die Hausbank des Kunden. Jede Bank erhofft sich aus der Kundenbeziehung Zusatzgeschäfte, die beim reinen Tagesgeldhopping selten sind.

Alternativen zum Tagesgeldkonto

Wem Tagesgeldhopping zu anstrengend ist, der kann sich nach Alternativen umsehen. Für kurzfristig freie Beträge eignen sich jedoch nur wenige Finanzprodukte. Eine gute Entscheidung könnte ein leistungsfähiges, verzinstes Girokonto sein. Das Problem besteht jedoch darin, ein solches zu finden. Diesbezüglich gibt es gegenwärtig nur sehr wenige Bankangebote.

Girokonto

Ein Girokonto gehört normalerweise zur Grundausstattung eines jeden Bürgers. Darüber wird der gesamte Zahlungsverkehr des Kontoinhabers abgewickelt. Für Anlagebeträge, die als Rücklagen dienen oder eine gewisse Zeit nicht benötigt werden, sollte das Girokonto nur dann genutzt werden, wenn die Bank dafür Zinsen zahlt, möglichst mehr als andere Banken für das Tagesgeld gewähren. Wirklich attraktive Angebote hinsichtlich der Verzinsung des Girokontos bieten Banken meist nur Kindern und Jugendlichen an, um sie damit frühzeitig an das Haus zu binden. Das Girokonto sollte also nur dann einen hohen Guthabensaldo aufweisen, wenn man sicher ist, dass es sich nur um ein paar Tage oder Wochen handelt, für die sich die Eröffnung eines Tagesgeldkontos nicht lohnt. Das ist allein schon deshalb zu empfehlen, um die Gefahren eines hohen Girokontosaldos so gering wie möglich zu halten. Auf Tagesgeldkonten sind weder online noch traditionell Direktverfügungen möglich.

Kreditkartenkonto

Einige wenige Onlinebanken bieten als Alternative ein gut verzinstes Kreditkartenkonto an. Das Konto funktioniert genauso wie in anderen Häusern das Tagesgeld, nur dass der Guthabensaldo sich auf einem verzinsten Kreditkartenkonto befindet. Das Referenzkonto kann für Zahlungsfunktionen und als Darlehen im Rahmen des persönlichen Kreditkartenlimits genutzt werden. Die Karte kann sowohl für bargeldlose Zahlungen als auch Abhebungen am Geldautomaten verwendet werden. Diese sind weltweit kostenlos möglich. Als Referenzkonto fungiert ein Girokonto bei der Direktbank. Kreditkartenverfügungen im Rahmen des Guthabens werden sofort verrechnet. Ist der Kreditrahmen in Anspruch genommen, erfolgt zu einem festen Termin der Ausgleich über das Referenz-Girokonto. Zu beachten ist, dass das Referenzkonto durch Umbuchungen immer gedeckt sein muss. Besonders Verbraucher, die beruflich oder privat viel auf Reisen sind, und aktive Internetnutzer profitieren von dieser kombinierten Variante einer Art Tagesgeldanlage auf der Kreditkarte. Das Kreditkartenguthaben ist wie Tagesgeld täglich verfügbar und wird attraktiv verzinst. Es ist somit eine echte Alternative zum klassischen Tagesgeldkonto.

Sparbuch

Das Tagesgeldkonto hat das gute alte Sparbuch schon fast völlig verdrängt, und das aus mehreren Gründen. Für Geldinstitute ist die Führung von Sparbuchkonten wesentlich aufwendiger als die Verwaltung von Tagesgeldkonten. Für die Kunden wiederum hat ein Sparbuch gleich mehrere Nachteile. Die Zinsen sind niedriger als auf Tagesgeldkonten. Ein klassisches Sparbuch ist unflexibler zu handhaben als das Tagesgeld. Ein Anleger erhält vom Sparbuch jeden Monat nur 2.000 Euro zur Auszahlung. Will er mehr verfügen, muss er das der Bank 3 Monate vorher anzeigen. Hält er diese Kündigungsfrist nicht ein, zahlt er zur Strafe ein Viertel seines Guthabenzinses für die nicht eingehaltene Frist, die so genannten Vorschusszinsen. Außerdem hat das Sparbuch Urkundencharakter. Wenn es verloren geht, kann der Finder unter Umständen davon Geld abheben, während ihm ein gefundener Tagesgeldauszug wegen des Referenzkontoprinzips nichts nützt. Ein Sparbuch ist also nicht wirklich eine Alternative zum Tagesgeld.

Festgeldkonto

Eine gute Entscheidung kann jedoch ein Festgeldkonto sein. Es weist die gleichen Merkmale wie ein Tagesgeldkonto auf. Der Unterschied liegt darin, dass der Betrag beim Festgeld für eine bestimmte Frist mit einem garantierten Zinssatz festgelegt wird. Der Zugriff darauf ist gegenüber der täglich verfügbaren Einlage wesentlich komplizierter, weil in der Regel erst nach der Festlegungsfrist möglich. Dafür wird der Anleger im Normalfall mit etwas höheren Zinsen entschädigt. Man muss also beim Festgeld seine Anlagesumme länger entbehren können als die Mittel auf dem Tagesgeld. Nur in Sondersituationen, bei extremen Zinsentwicklungen und geschäftspolitisch gesteuerter Einlagenwerbung, wird dieses Prinzip außer Kraft gesetzt. Mehr Gebühren als für das Tagesgeld fallen beim Festgeld nicht an, fast alles ist kostenfrei. Es kommt bei der Entscheidung, welches die geeignetere Anlageform ist, auf die persönliche Situation des Kunden, seine Anlageziele und das allgemeine Zinsniveau an.

Fazit: Tagesgeld lohnt sich

Jeder braucht eine verfügbare Rücklage für wechselnde Lebensbedingungen, dazu dient in vielen Fällen ein Tagesgeld. Niemand muss bei Tagesgeldern Verluste befürchten. Das Tagesgeld gehört zu den fest verzinsten Bankeinlagen, es ist kein Wertpapier und unterliegt demzufolge keinen Kursschwankungen. Das Tagesgeldkonto ist eine lohnende Alternative zum unverzinsten Girokonto. Möchte jemand schnell und flexibel über sein Geld verfügen, es aber nicht unverzinst auf einem Konto oder zu Hause liegen lassen, dann ist das Tagesgeld die richtige Anlage. Es hat zwei große Vorteile. Tagesgeldkonten bieten dem Anleger eine hohe Sicherheit und der Kontoinhaber kann täglich über sein Guthaben disponieren.

.1 Verwendungszweck

Ziel einer Tagesgeldanlage ist deshalb das Parken von kurzfristig nicht benötigten Geldern, damit eine bessere Rendite als auf dem Girokonto erzielt wird. Finanzielle Reserven für Notfälle oder ungeplante Ausgaben sind auf Tagesgeldkonten gut aufgehoben. Für längerfristige Geldanlagen oder die Altersvorsorge sind Tagesgeldkonten nicht geeignet. Weil sie eine variable Verzinsung aufweisen, rechnen sich Tagesgelder besonders in Phasen steigender Zinsen. Mit Festgeldanlagen sind dauerhaft bessere Renditen möglich, denn die Zinssätze für Tagesgelder liegen normalerweise unter denen von Festgeldern. Nur aufgrund einer inversen Zinsstruktur, in der am Anleihemarkt die Kurzfristzinsen höher sind als die langfristigen, kann es vorkommen, dass Zinssätze für Tagesgeldanlagen höher liegen als für Festgeldkonten.

.2 Kurzfristige Parkmöglichkeit

Eine klassische Geldanlage ist das Tagesgeld nicht. Es hilft jedoch dabei, aus überschüssigen Geldern mehr Ertrag zu erzielen. Finanzielle Reserven oder Geldbeträge, die für eine kurze, begrenzte Zeit nicht benötigt werden, sind auf einem Tagesgeldkonto sinnvoll angelegt. Kunden erhalten dafür eine gute Rendite und haben den Vorteil, jederzeit über ihr angelegtes Geld verfügen zu können, und das ohne umständliche Kündigung und Einhaltung bestimmter Fristen. Die Flexibilität und Liquidität des Tagesgeldes ist mit der des Girokontos vergleichbar. Hohe Anlagesummen sollten Bankkunden aus Sicherheitsgründen auf mehrere Kreditinstitute verteilen.

.3 Ansparen möglich

Banken bieten dafür ab dem ersten Euro eine akzeptable Verzinsung. Sind die Zinsen höher als die Inflationsrate, verbleibt für die Anleger ein realer Gewinn. Tagesgeldkonten können durch Bareinzahlungen, Überweisungen und Daueraufträge auch zum Sparen genutzt werden. Solange die Zinsen attraktiv sind, spricht nichts gegen das Ansparen von Geldbeträgen für konkrete Zwecke auf dem Tagesgeldkonto. Das Tagesgeld ist so flexibel, dass bei Zins- oder Lebensveränderungen schnell reagiert werden kann.

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