Günstiges Tagesgeld

Vergleich: Günstiges Tagesgeld finden

Günstiges Tagesgeld stellt eine empfehlenswerte, flexible Geldanlage dar. Doch woran entscheidet sich, ob ein Tagesgeldkonto günstig ist oder nicht? Die Kosten spielen in der Regel keine Rolle: Kaum eine Bank verlangt für die Kontoführung Gebühren. Nur manche fordern als Voraussetzung, dass Kunden zuerst ein Girokonto eröffnen. In diesem Fall sollten Interessierte prüfen, ob es sich um ein gebührenfreies oder kostenpflichtiges Konto handelt.

Meist fällt bei der Recherche nach günstigen Tagesgeldkonten aber ein anderes Kriterium ins Gewicht: der Zinssatz.

Attraktivität eines Tagesgeldkontos: Die Zinsen entscheiden

Tagesgeldkonten

Bei manchen Finanzprodukten müssen Sparer zahlreiche Faktoren bedenken, das Vergleichen fällt schwer. Auf einen Tagegeldvergleich trifft das nicht zu. Anleger können sich auf den Zinssatz sowie die Häufigkeit der Verzinsung konzentrieren. Je mehr Zinsen eine Bank bietet, desto mehr Ertrag erwirtschaften die Kunden. Zudem sollten sie die Frequenz der Zinszahlungen berücksichtigen. Schreibt ein Institut die Zinsen ein Mal im Jahr gut, gleichen sich Zinssatz und Rendite. Einige Geldhäuser bieten aber eine häufigere Zinsgutschrift, halbjährlich, vierteljährlich oder monatlich. Dann übertrifft die Rendite den Zinssatz. Die unterjährig verbuchten Zinsen fließen sofort in die nächste Berechnung ein, der Ertrag erhöht sich. Das macht einen zwar kleinen, aber dennoch durchaus beachtenswerten Unterschied. Beispiel: Ein Anlagebetrag von 10.000 Euro ergibt bei einem Zins von 3 % eine jährliche Zahlung von 300 Euro, sofern die Bank nur ein Mal im Jahr abrechnet. Bei einer monatlichen Zinszahlung steigert sich die Summe auf 304,16 Euro.

Um ein möglichst günstiges Tagesgeld abzuschließen, sollten Sparer stets Zinsvergleiche durchführen. Die Banken gewähren ihren Kunden höchst unterschiedliche Konditionen. Bei den einen lohnt sich eine Kontoeröffnung kaum, weil Anleger nur mickrige Zinsen erwarten können. Andere überzeugen dagegen mit einer ansprechenden Rendite. Es zahlt sich deshalb aus, viele Angebote in eine Suche einbeziehen. Das ermöglicht ein Vergleichsportal im Internet, mit wenigen Klicks lassen sich dort zahlreiche Anbieter miteinander ins Verhältnis setzen. Nutzer müssen nur eingeben, welchen Betrag sie anlegen wollen. Nach der Kontoeröffnung können sie diesen selbstverständlich jederzeit ändern, diese Angabe bedarf es nur zur besseren Einschätzung der Konten. Manche Institute bestehen auf einem bestimmten Mindestanlagebetrag: Unterschreitet die genannte Summe diesen Betrag, werden diese Banken bei der Ergebnisanzeige nicht berücksichtigt. Zudem verzinsen manche Institute gestaffelt, bei der Zinshöhe kommt es auf den Anlagebetrag an. In der Resultatsliste sehen Anleger dank der Angabe auf Anhieb, welche Bank tatsächlich individuell günstiges Tagesgeld offeriert. Mögliche Zinseszinseffekte fließen bei der Berechnung mit ein.

Besonderheit: Neukundenaktionen

Bei Zinsrechnern lässt sich eingeben, ob User nur einen Vergleich für Bestandskunden durchführen oder ob sie auch Neukundenaktionen angezeigt bekommen wollen. Es empfiehlt sich die zweite Variante, ein Blick auf diese Sonderangebote kann sich rentieren. Die meisten Institute zahlen bei einem neu eröffneten Tagesgeldkonto vorübergehend einen erhöhten Zinssatz, nach dieser Phase schreiben sie die allgemeingültigen Zinsen gut. Interessierte sollten sich drei Fragen stellen: Wie hoch liegt der Bonus? Wie schneidet der Bonuszins im Vergleich mit Neukundenaktionen und üblichen Zinsen anderer Banken ab? Wie lange läuft die Sonderaktion? Vielfach überzeugen die Antworten, die Kontoeröffnung lohnt. Wer beispielsweise ein Jahr lang einen Bonus von ein Prozent oder mehr verzeichnet, streicht einen attraktiven Mehrertrag ein.

Wichtig: Nach dem Aktionszeitraum sollten Kunden das Konto nicht einfach so weiterlaufen lassen. Sie sollten nachsehen, welche Tagesgeldzinsen die Bank danach zahlt. Einige Geldhäuser mit hohen Bonuszinsen für Neukunden bestechen auch durch überdurchschnittliche Konditionen für Bestandskunden. Bei einem solchen Institut können Kunden das Geld bedenkenlos belassen. Es gibt aber auch Banken, bei denen die Zinsen nach dem Ende der Sonderaktion ins Unterdurchschnittliche sinken. In diesem Fall sollten Sparer sofort reagieren, indem sie per Zinsvergleich ein besseres Angebot suchen, ein Konto eröffnen und das Kapital darauf transferieren. Das ist problemlos möglich: Bei Tagesgeldkonten bewahren Anleger stets Flexibilität. So können sie auch ein solches Konto-Hopping betreiben, also gezielt Bonusaktionen ausnutzen.

Für ein günstiges Tagesgeld können Sparer auch ein Stück weit selbst sorgen. Jedem Bürger steht ein Sparerfreibetrag von 801 Euro zu, Verheirateten zusammen das Doppelte. In dieser Höhe können sie für Tagegeldkonten und andere Zinsanlagen direkt bei den Banken Freistellungsaufträge einreichen. Bis zur jeweiligen Summe sieht das Institut davon ab, automatisch die Abgeltungssteuer abzuziehen. Zwar können sich Anleger einbehaltene Steuern bis zum Freibetrag mit der nächsten Steuererklärung zurückholen, aber das hat zwei Nachteile. Erstens fehlt das Geld bis dahin, zum Teil deutlich über Jahr lang. In dieser Zeitspanne wird es nicht verzinst, Kunden entgehen Erträge. Zweitens bedeutet das Eintragen in der Steuererklärung inklusive dem Beilegen von Nachweisen einen unnötigen Aufwand.

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