Tagesgeld Konten

Unterschiede beim Vergleich von Tagesgeld

Dank Internet ist heutzutage jeder sein eigener Geld- und Anlageberater. Das Gespräch in der Bank entfällt, dafür nutzt man die Such- und Vergleichsportale im Internet, wenn man z.B. einen Tagesgeld Konten Vergleich durchführen möchte. Doch auch hier steckt der berühmte Teufel im Detail und man sollte sich, bevor man verschiedene Tagesgeld Konten online vergleicht, über die grundlegenden Variablen bei einem solchen Vergleich informieren.

Erster wichtiger Faktor: Höhe des Anlagebetrages

Tagesgeldkonten

Die erste wichtige Kenngröße bei einem Tagesgeld Konten Vergleich ist der Anlagebetrag. Auf den ersten Blick mag es erstaunlich sein, dass die Höhe des Betrages einen Effekt auf den zu erzielenden Zinssatz hat. Aber auf den zweiten Blick wird dies klar: Viele Banken begrenzen die Zinsangebote ihrer Tagesgeld Konten auf einen bestimmten Anlagebetrag, z.B. 100.000 Euro. Nur bis zu diesem Betrag wird der angebotene Zinssatz auch bezahlt. Übersteigt der Anlagebetrag diesen Höchstbetrag, dann muss man sich im Kleingedruckten des Angebots informieren, welcher Zinssatz für den höheren Anlagebetrag gilt. In der Regel ist dies ein niedrigerer Zinssatz.

Es kann also unter Umständen eine Anlagestrategie sein, einen hohen Anlagebetrag auf zwei kleinere Beträge aufzuteilen und dann zwei Tagesgeld Konten zu eröffnen und bei beiden Konten den maximalen Zinssatz zu nutzen. Solche Kombivergleiche muss man manuell durchführen, dafür eignen sich die Vergleichsrechner im Internet meistens nicht.

Ein einfaches Rechenbeispiel hierzu: Die beste Bank A bietet einen Zinssatz von 1,3% bis 100.000 Euro an, darüber einen Zinssatz von 1,0%, das zweitbeste Institut B bietet einen Zinsatz von 1,2% bis 100.000 Euro an, darüber einen Zinssatz von 1,0%. Wenn ein Anleger nun 200.000 Euro anlegen möchte, dann würde er bei einer Anlagedauer von 12 Monaten bei Institut A einen Zinsertrag von 2.300 EUR, bei Institut B einen Zinsertrag von 2.200 EUR erlösen, wenn er den kompletten Betrag bei einem Institut anlegen würde. Teilt er jedoch den Betrag hälftig auf und legt jeweils 100.00 Euro bei Institut A und 100.000 Euro bei Institut B an, so kann er nach einem Jahr 2.500 Euro erlösen.

Zweiter wichtiger Faktor: Dauer der Anlage

Natürlich ist auch - wie bei Geldanlagen generell - die geplante Dauer der Anlage des Tagesgeldes entscheidend für die Auswahl des besten Angebots. Viele Banken werben mit vergleichsweise hohen Zinsen für ihre Tagesgeld Konten und in den Konditionen stellt sich dann heraus, dass diese Zinsen nur für einen sehr kurzen Zeitaum, z.B. für vier Monate gelten. Auch hier hilft also der Blick ins Kleingedruckte des Angebots und man sollte beim Vergleich der unterschiedlichen Angebote einfach mit unterschiedlichen Anlagedauern spielen.

Natürlich kann man die Lock-Angebote der Banken nutzen und das Geld wirklich nur sehr kurzfristig anlegen und immer von Lock-Angebot zu Lock-Angebot hüpfen. Dies ist jedoch mit einem gewissen Aufwand verbunden, da immer wieder neue Konten eröffnet werden müssen. Wer diesen Aufwand nicht scheut und die Übersicht nicht verliert, kann durch diese Strategie einen unter Umständen deutlich höheren Zinsertrag erreichen als bei einer längerfristigen Anlage.

Hier zeigt sich also, dass sich bei einem Tagesgeldvergleich durch die Mischung von verschiedenen Anlagebetrags-Höhen und unterschiedlichen Laufzeiten der Zinsertrag noch einmal deutlich beeinflussen und maximieren lässt.

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